📍 Café Lokal am 19. Juli in der Ligsalzstr. 8: Filmabend und Filmgespräch „es kann legitim sein, was nicht legal ist“

(de)📍 Einladung zum Café Lokal am 19. Juli um 19 Uhr in der Ligsalzstr. 8. Wie immer gibt es kalte Getränke und warmes Essen. Der Film ist auf Deutsch mit englischen Untertiteln, das Gespräch wird auf Deutsch stattfinden, aber eine Flüsterübersetzung auf Englisch und Spanisch ist möglich!

Beim nächsten Café Lokal wollen wir uns mit einem Teil der Münchner Widerstandsgeschichte beschäftigen. Im Fokus soll dabei Martin Löwenberg stehen, der viele Jahre lang in München politisch aktiv war und die Stadt bis heute prägt.

Der Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und Zwangsarbeiter in mehreren KZs war auch nach 1945 politisch aktiv – zum Beispiel als Gründungsmitglied des VVN-BdA. Während der Jahrzehnte nach dem Krieg führte Martin Löwenberg den Kampf gegen alte sowie neue Nazis fort, engagierte sich gegen die Militarisierung der Bundesrepublik und unterstütze unter anderem den Protest von Romn*ja im KZ-Dachau. Er legte wichtige Grundbausteine für Kämpfe, die wir auch heute noch führen.

Am 19. Juli wollen wir gemeinsam das filmische Porträt „es kann legitim sein, was nicht legal ist“ anschauen und mit den Filmemacher*innen Petra Gerschner und Michael Backmund ins Gespräch kommen. Mit Blick auf die Geschichte (und Errungenschaften) der auch heute noch relevanten Kämpfe, wollen wir begreifen wo wir heute stehen. Vor allem mit der aktuell schnell voranschreitenden Militarisierung und dem Erstarken rechter Ideologien, wollen wir über unsere Rolle und Handlungsmöglichkeiten in diesen schon seit Jahrzehnten stattfindenden Kämpfen diskutieren.

Zum Film:

Fast zwei Jahrzehnte begleiteten die Filmemacher*innen den Widerstandskämpfer und ehemaligen KZ-Häftling Martin Löwenberg (12. Mai 1925 – 2. April 2018) mit der Kamera: bei seinem politischen Engagement zur Unterstützung von Geflüchteten sowie zur Entschädigung von ehemaligen Zwangsarbeiter*innen, aber auch bei seinem entschiedenen Eintreten gegen Neonazismus, Antisemitismus und Krieg. Diese subjektive Protestgeschichte wird verknüpft mit aktuellen Interviews und historischem Bildmaterial aus Wroclaw (ehem. Breslau), Dachau, Flossenbürg, Essen und München zu einer filmischen Zeitreise über ein Jahrhundert. Martin Löwenberg entwickelt dabei eine ganz besondere Form der Reflektion von Geschichte, die die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für die Gegenwart präsent werden lässt.



(eng) 📍Invitation to Café Lokal on July 19 at 7 pm at Ligsalzstr. 8. As always, there will be cold drinks and warm food. The movie is in German with English subtitles, the talk will be in German, but whisper translation into English and Spanish is possible!

At the next Café Lokal we want to look at a part of Munich’s resistance history. The focus will be on Martin Löwenberg, who was politically active in Munich for many years and still shapes the city today.

The resistance fighter against the Nazi regime and forced laborer in several concentration camps was also politically active after 1945 – for example as a founding member of the VVN-BdA. During the decades after the war, Martin Löwenberg continued the fight against old and new Nazis, campaigned against the militarization of the Federal Republic and supported the protest of Romn*ja in Dachau concentration camp, among other things. He laid important foundations for struggles that we are still fighting today.

On July 19, we want to watch the film portrait „It can be legitimate what is not legal“ together and talk to the filmmakers Petra Gerschner and Michael Backmund. By looking at the history (and achievements) of struggles that are still relevant today, we want to understand where we stand today. Especially with the current rapid militarization and the strengthening of right-wing ideologies, we want to discuss our role and possibilities for action in these struggles that have been going on for decades.

About the film:

For almost two decades, the filmmakers followed resistance fighter and former concentration camp prisoner Martin Löwenberg (May 12, 1925 – April 2, 2018) with their camera: in his political commitment to supporting refugees and compensating former forced laborers, but also in his resolute stand against neo-Nazism, anti-Semitism and war. This subjective protest story is combined with current interviews and historical footage from Wroclaw (formerly Breslau), Dachau, Flossenbürg, Essen and Munich to create a cinematic journey through time spanning a century. Martin Löwenberg develops a very special way of reflecting on history that makes the significance of dealing with the past for the present tangible.


(cast) 📍Invitación al Café Lokal el 19 de julio a las 19 h en Ligsalzstr. 8. Como siempre, habrá bebidas frías y comida caliente. La película es en alemán con subtítulos en inglés, la conversación será en alemán, ¡pero es posible la traducción susurrada al inglés y al español!

En el próximo Café Lokal queremos echar un vistazo a una parte de la historia de la resistencia de Múnich. Nos centraremos en Martin Löwenberg, que fue políticamente activo en Múnich durante muchos años y aún hoy sigue marcando la ciudad.

El resistente contra el régimen nazi y trabajador forzado en varios campos de concentración también fue políticamente activo después de 1945, por ejemplo como miembro fundador del VVN-BdA. Durante las décadas posteriores a la guerra, Martin Löwenberg continuó la lucha contra los viejos y nuevos nazis, hizo campaña contra la militarización de la República Federal y apoyó la protesta de Romn*ja en el campo de concentración de Dachau, entre otras cosas. Sentó importantes bases para las luchas que seguimos librando hoy en día.

El 19 de julio queremos ver juntos el retrato cinematográfico „Puede ser legítimo lo que no es legal“ y hablar con los cineastas Petra Gerschner y Michael Backmund. Mirando la historia (y los logros) de las luchas que siguen siendo relevantes hoy en día, queremos entender dónde estamos hoy. Especialmente con la rápida militarización actual y el fortalecimiento de las ideologías de derechas, queremos debatir nuestro papel y posibilidades de acción en estas luchas que llevan décadas en marcha.

Sobre la película:

Durante casi dos décadas, los cineastas siguieron con su cámara al luchador de la resistencia y antiguo prisionero de un campo de concentración Martin Löwenberg (12 de mayo de 1925 – 2 de abril de 2018): en su compromiso político de apoyo a los refugiados e indemnización a los antiguos trabajadores forzados, pero también en su decidida postura contra el neonazismo, el antisemitismo y la guerra. Esta subjetiva historia de protesta se combina con entrevistas actuales e imágenes históricas de Breslavia (antes Breslau), Dachau, Flossenbürg, Essen y Múnich para crear un viaje fílmico a través del tiempo que abarca un siglo. Martin Löwenberg desarrolla una forma muy especial de reflexionar sobre la historia que hace tangible la importancia de enfrentarse al pasado para el presente.

Café Global und Café Lokal

🌐 Café Global

Hier soll einmal im Monat ein Raum für Bildungsveranstaltungen entstehen, wie wir sie uns vorstellen. Zu oft geschehen linke Veranstaltungen im luftleeren Raum – im besten Falle bleibt man mit der Frage zurück, was tun? Wir wollen uns mit den vielfältigen Antworten darauf beschäftigen; uns nicht nur berieseln lassen, Inhalte konsumieren und das als unseren Beitrag zu emanzipatorischer Veränderung verstehen. In den vergangenen zwei Jahren erreichten wir damit ganz unterschiedliche, mal mehr mal weniger viele, Menschen – nicht immer die üblichen Verdächtigen.

Dabei haben uns verschiedene Kämpfe begleitet, inspiriert und Hoffnung geben, zum Beispiel der Zapatistas und der kurdischen Freiheitsbewegung; wie sie durch basisdemokratische Prinzipien die Lebensbedingungen vor Ort absichern und feministische Prinzipien umsetzen. Diese Kämpfe werden getragen von Menschen, die den Mut dazu haben (teilweise unfreiwillig) die Augen nicht vor der Realität zu verschließen. Sie haben die Stärke zu handeln, wo scheitern normal ist und haben die Kraft von vorne anzufangen.
Das schaffen sie nicht alleine, sondern nur in dem Wissen, dass sie Seite an Seite mit ihren Verbündeten, Freund*innen, Genoss*innen, Compas und Hevals stehen. Das bedeutet für uns internationale Solidarität. Wir wollen nicht nur aus unserem Fleckchen Erde auf ein anderes Fleckchen Erde schauen und mitfühlend-solidarisch sein. Wir wollen uns als Teil einer weltweiten Bewegung emanzipatorischer Kräfte gegen das herrschende System und für ein gutes Leben positionieren.

Wir sehen, dass diese aktive Positionierung, unsere internationalistische Praxis, weiterentwickelt werden muss. Wir wollen selber handeln; erfahren, warum ein bewusstes, politisches Leben gut tut. Wie das langfristig aussehen soll, fragen wir uns gemeinsam und werden dabei wohl nie zu einem endgültigen Ergebnis kommen. Wichtig ist, dass wir uns ständig gegenseitig daran erinnern, widerständig zu sein und uns fragen, ob wir auf dem richtigen Weg sind!

📍 Café Lokal

Wir merken immer mehr, dass Solidarität Gegen-Kraft braucht. Um unsere Lage vor Ort zu stärken, wollen wir uns gegenseitig Gelegenheiten geben uns vorzustellen, uns zu vernetzen und uns unserer Geschichte bewusstzuwerden. Dazu wechseln wir nun hin und wieder ein Café Global mit einem Café Lokal ab, bei dem es um genau solche Themen gehen soll.

📋 Programm

🌐 Am 19.04. zeigten wir den Film ‚Larzac‘ über französische Bäuer*innenäufstände in den 80ern und 90ern. Oft denken linke Analysen aus der Stadt das Land nicht mit. Wir fragen uns, wie Stadt- und Landarbeit verbunden werden kann; der Film zeigt, was eine gelungene Praxis bedeuten kann. Dazu ist es uns ein Anliegen unserer Geschichte, die auch den Widerstand des Landes gegen den Kapitalismus beinhaltet, bewusst zu werden. An dieser Stelle machten wir auch auf den Kongress „500 Jahre Widerstand. Für das Leben – für das Land“ (500jahre.org) vom 3.5.-6.5. aufmerksam.

🌐 Am 10.05. besuchte uns die Aktivistin Julia Mandoki und redete über die Möglichkeit bei sich selbst einen Schwangerschaftsabbruch durch Pillen einzuleiten. Wichtig war uns, nach den Pro-Choice Protesten als breites Spektrum zusammen zu kommen und eine konkrete Praxis zu entwickeln, wie wir unabhängig von Staatspolitik unsere körperliche Autonomie und Gesundheit absichern können.

📍 Am 14.06. besuchte uns der Verein Gemeinwohlwohnen (GWW). Mit dem Projekt „Solidarisches Wohnen Metzgerstraße“ baut GWW ein Haus im Münchner Haidhausen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung, mit und ohne Fluchtgeschichte, Geringverdiener*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen selbstverwaltet leben werden. Seit vier Jahren organisiert sich GWW basisdemokratisch und möglichst hierarchiearm, um das zukünftige Zusammenleben gemeinsam zu bestimmen. Auch haben sie viel Wissen über selbstbestimmte Pflege gesammelt und leben jetzt schon, was es bedeutet gemeinschaftliche Fürsorge zu organisieren.

📍 Am 19.07. wollen wir uns mit der Widerstandsgeschichte in München beschäftigen. Es ist wichtig sich bewusst zu werden, warum München heute eine so konservativ geprägte Stadt ist. Mehr Infos folgen.

📢 Einladung zum Café Lokal am 14.6, 19 Uhr, im Stockwerk29/Rupprechtstr. 29.

Wie immer gibt es kalte Getränke und warmes Essen. Der Vortrag ist auf deutsch, Flüsterübersetzung auf englisch und spanisch möglich! Das Stockwerk29 ist barrierefrei zugänglich (Aufzug) und eine rollstuhlegerechte Toilette ist vorhanden. Was Café Lokal ist, erfährst du hier: https://muencheninternational.blackblogs.org/

Zu unserem ersten Café Lokal laden wir den Verein Gemeinwohlwohnen (GWW) dazu ein, sich vorzustellen. Mit dem Projekt „Solidarisches Wohnen Metzgerstraße“ baut GWW ein Wohnprojekt im Münchner Haidhausen. Sie schreiben über sich selbst: „Wir sind eine Gemeinschaft: Jung und Alt, Schwarz und weiß, hetero und queer, behindert und nicht-behindert, hierzulande und andernorts aufgewachsen. Unsere Privilegien teilen wir miteinander und wirken so gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir sorgen füreinander, für unsere Nachbarschaft, für unsere Umwelt.“ Seit vier Jahren organisiert sich GWW basisdemokratisch und möglichst hierarchiearm, um das zukünftige Zusammenleben gemeinsam zu bestimmen. Sie haben viel Wissen über selbstbestimmte Pflege gesammelt und leben jetzt schon, was es bedeutet gemeinschaftliche Fürsorge zu organisieren. 

Besonders vor dem Hintergrund, der aktuellen politischen Lage – neoliberale Sparpolitik, um Kriege zu finanzieren, sich ständige vermehrenden rassistischen und ableistischen Angriffe – kann eine Gruppe wie Gemeinwohlwohnen und das Wohnprojekt „Solidarisches Wohnen Metzgerstraße“ für linksradikale Analysen und Organisierung ein Vorbild sein.

Bringt Tupperdosen für die Essensreste mit!

📢 Invitation to Café Lokal on June 14, 7 pm, at Stockwerk29/Rupprechtstr. 29. As always, there will be cold drinks and warm food. The talk is in German, whispered translation into English and Spanish possible! Stockwerk29 is barrier-free accessible (elevator) and a wheelchair-accessible toilet is available. You can find out what Café Lokal is here: https://muencheninternational.blackblogs.org/

For our first Café Lokal, we invite the association Gemeinwohlwohnen (GWW) to introduce itself. With the “Solidarisches Wohnen Metzgerstraße” project, GWW is building a housing project in Munich’s Haidhausen district. They write about themselves: “We are a community: young and old, black and white, straight and queer, disabled and non-disabled, raised in this country and elsewhere. We share our privileges with each other and thus work against discrimination and exclusion. We care for each other, for our neighborhood, for our environment.“ For four years, GWW has been organizing itself democratically and with as little hierarchy as possible in order to jointly determine future coexistence. They have gained a lot of knowledge about self-determined care and are already living what it means to organize communal care. 

Especially against the background of the current political situation – neoliberal austerity policies to finance wars, constantly increasing racist and ableist attacks – a group like Gemeinwohlwohnen and the housing project “Solidarisches Wohnen Metzgerstraße” can be a model for radical left-wing analysis and organization.

Bring Tupperwares for the leftovers!

📢 Invitación al Café Lokal el 14 de junio, a las 19.00 horas, en Stockwerk29/Rupprechtstr. 29. Como siempre, habrá bebidas frías y comida caliente. La charla será en alemán, pero se podrá traducir al inglés y al español. Stockwerk29 es accesible sin barreras (ascensor) y dispone de un aseo accesible en silla de ruedas. Puede informarse sobre qué es el Café Lokal aquí: https://muencheninternational.blackblogs.org/

Para nuestro primer Café Lokal, invitamos a la asociación Gemeinwohlwohnen (GWW) a presentarse. Con el proyecto «Solidarisches Wohnen Metzgerstraße», GWW está construyendo un proyecto de viviendas en el barrio muniqués de Haidhausen. Escriben sobre sí mismos: «Somos una comunidad: jóvenes y mayores, negros y blancos, heterosexuales y queer, discapacitados y no discapacitados, criados en este país y en otros. Compartimos nuestros privilegios y trabajamos contra la discriminación y la marginación. Nos preocupamos los unos por los otros, por nuestro barrio, por nuestro entorno“. Desde hace cuatro años, la GWW se organiza democráticamente y con la menor jerarquía posible para determinar conjuntamente cómo conviviremos en el futuro. Han adquirido muchos conocimientos sobre el cuidado autodeterminado y ya están experimentando lo que significa organizar el cuidado comunal. 

Especialmente en el contexto de la situación política actual -políticas neoliberales de austeridad para financiar guerras, ataques racistas y capacitistas en constante aumento-, un grupo como Gemeinwohlwohnen y el proyecto de vivienda «Solidarisches Wohnen Metzgerstraße» pueden ser un modelo a seguir para los análisis y la organización de la izquierda radical.

¡Trae un tupperware para las sobras!